Epiktet beschreibt in seinem Handbüchlein die Unterscheidung zwischen dem, was in unserer Macht liegt, und dem, was nicht in unserer Macht liegt.
Und das ist auch in unserer modernen Zeit relevant, denn eine komplexe Welt bestraft meist die Pläne, die nur unter zu eng getroffenen Annahmen gelingen.
Die Forschung zu Entscheidungen unter „deep uncertainty“ beschreibt deshalb die folgende Herangehensweise. Weg von der perfekten Prognose, hin zu Strategien, die in mehreren plausiblen Zukünften funktionieren und angepasst werden können, wenn neue Ereignisse auftauchen.
Für Führung bedeutet das, Optionen offenhalten und vorab definieren, wann ein Kurswechsel nötig wird. Nichts als unveränderlich annehmen und offen für Veränderungen sein.
Vielleicht stellen wir uns öfter mal die folgenden Fragen
- Unter welchen Bedingungen scheitert dieser Plan?
- Welche Entscheidung gibt uns Optionen?
- Welches Signal zwingt uns zum Umdenken?
Und nicht vergessen. Unsicherheit gehört zum Leben dazu, daher können auch Fehler und suboptimale Entscheidungen helfen, etwas zu lernen und neue innovative Wege zu beschreiten.
Andre
Quellen
[1] Decision making under deep uncertainties: A review of the applicability of methods in practice
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0040162521003711
[2] A review of tools and resources to support Decision-Making Under Deep Uncertainty
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1364815226000472
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Von André Schütz
Gründer von Stoa Novus, Softwareentwickler, Autor,
Praktiker an der Schnittstelle von Stoizismus, Wissenschaft, KI und Selbstführung.
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